Klausurtagung 2008

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Die Mitglieder des Vorstandes, des erweiterten Vorstandes sowie der Geschäftstelle des KSB Göttingen trafen sich am ersten Aprilwochenende zu einer Klausurtagung in der Bildungsstätte der Sportjugend Niedersachsen in Clausthal-Zellerfeld.

„Im Vergleich zu den alltäglichen Arbeitsabläufen in der Sportorganisation bietet eine Klausurtagung gute Möglichkeiten, wichtige Themen und Projekte der Sportorganisation intensiv und zusammenhängend zu beraten“, sagt Willi Ballhausen, Vorstandssprecher des KSB. Er betont, dass gerade im Zeitalter von E-Mail und Mobiltelefon die persönliche Begegnung wichtig sei, um das Team zusammen zu halten und gemeinsame Sache voran zu bringen.

Den Einstieg in die Tagung bildete ein zweieinhalbstündiger Austausch zu einzelnen Arbeitsfeldern. Insbesondere in den wichtigen Aufgabenbereichen der Übungsleiter Aus- und Fortbildung, Jugendleiterschulungen, Qualifix-Seminare zur Vereinsberatung, Jugend- und Familienfreizeiten, Sportstättenbauförderung sowie Sportabzeichen konnte die kontinuierliche Arbeit sehr erfolgreich fortgesetzt werden. „Die Zahl der Teilnehmer und der durchgeführten Maßnahmen stabilisiert sich auf einem hohem Niveau“, lautete das Fazit der Runde. Die erstmalige Umsetzung der Mitgliedermeldung im Online-Verfahren über das Intranet des LSB Niedersachsen für die 280 Mitgliedsvereine war eine schwierige Herausforderung. Vor allem Dank des kompetenten Einsatzes der KSB Sportlehrkraft Daniela Kröger konnte das Projekt letztlich erfolgreich umgesetzt wurde.

Im sportlichen Abendprogramm versuchten sich die 18 Teilnehmer der Tagung an der neuen Trendsportart Kinball. Das Spiel mit dem großen Ball war für alle neu und es gab manche Herausforderung im technischen wie im taktischen Bereich zu meistern. Unter der Führung des hochmotivierten Ebergötzer Vorsitzenden Michael Pietzek gewann das Team „rose“ souverän mit 52 Punkten vor dem Team „couleur“ mit 51 Punkten, in dem Geschäftsführer Michael Heil nicht seinen besten Tag erwischte.

Drei parallele Arbeitsgruppen besprachen am Samstag verschiedene aktuelle Projekte des KSB Göttingen: Ein nahe liegendes Projekt liegt in der Planung und Durchführung der großen Ehrenamtsgala „Stille Stars des Sports 2008“. Anknüpfend an die Erfolge der vergangenen Jahre findet die Veranstaltung nach zweijähriger Unterbrechung am 2. November 2008 in Hann. Münden, in der Eventhalle Guckucksnest statt. Das Organisationsteam unter der Leitung von Bernd Gellert beginnt jetzt mit den systematischen Vorbereitungen. Der KSB Göttingen bittet alle Vereine, diesen Termin in der Gestaltung vereinseigener Termine zu berücksichtigen.

Nach einigen Jahren positiver Entwicklung hat die Stolle im Jahr 2007 den Verantwortlichen im KSB einige Probleme bereitet. Trotz gut ausgelasteter eigener Zeltlager waren die Belegungszahlen und damit die Einnahmen im Vorjahr stark rückläufig. Dem gegenüber stehen hohe Kosten für den laufenden Betrieb der Freizeitanlage und notwendige Investitionen (im Jahr 2007 ist der sog. Sportpalast für ca. 18.000 Euro grundlegend saniert worden.) Aus der genaueren Analyse der Belegungszahlen bzw. der spezifischen Einnahmen und Ausgaben ist für die KSB-Vorstände Helmut Illie, Jan Schneegans und die Mitglieder der AG abzuleiten, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Stolle nur darstellbar ist, wenn in jeder Saison einige große Gruppen für einen jeweils mehrtägigen Zeitraum die Freizeiteinrichtung bei Dahlenrode buchen. Um dies zu erreichen, soll das „Marketing“ für die Anlage intensiviert werden und zielgerichtet auf große Nutzergruppen abgestellt werden.
Hierzu ist in Clausthal eine Strategie und ein Maßnahmenplan erarbeitet worden, die den Delegierten zur Hauptausschusssitzung am 21.04.2008 auf der Stolle vorgestellt werden. „Wir können die Dinge nicht schleifen lassen und auf bessere Zeiten hoffen, wir müssen jetzt handeln und umsteuern“, so das Ergebnis dieser Arbeitsgruppe.

In der dritten Arbeitsgruppe der Tagung wurden strategische Zukunftsfragen der Organisations- und Angebotsentwicklung in den KSB Vereinen diskutiert wurde. Alle Vereine stehen vor großen Herausforderungen, da der demografische Wandel, die Situation der Sportstätten, die Veränderungen in den Sportinteressen der Mitglieder, die Finanzierung der Vereinsarbeit, die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie sozial-integrative Leistungen ein Umdenken der Vereinsstrategie verlangen. Kooperation mit Schulen und Kindergärten, eine stärkere Vernetzung der Vereine untereinander sowie konkrete Zusammenarbeit bei der Gestaltung von Sportangeboten, aber auch in Vereinsverwaltung, können dabei Lösungsansätze darstellen, um die Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Der Kreissportbund wird in nächster Zeit hierzu einige beispielhafte Projekte fördern bzw. bei der Entwicklung der Strategien behilflich sein.